Artist Odon showing his sand paintings

Sand-Gemälde von Odon

Odon Serginho de Carvalho wurde 1974 im Kongo geboren, 1996 zog er zu einem anderen Teil seiner Familie nach Angola. Von hier flüchtete er vor dem Bürgerkrieg im Jahr 2000 über Namibia nach Südafrika. Die Technik der Sandmalerei erlernte er von seinem Onkel, mit dem er zunächst in Kapstadt in dessen Shack (Hütte) wohnte.

Aus unterschiedlich gefärbtem Sand wird das Werk in mehreren Arbeitsgängen „gestreut“ und vollendet. Mit viel Engagement verfeinerte er im Laufe der Jahre seine Technik.

Odon sagt „Ich mag das Gefühl mit Sand zu arbeiten. Es macht auch meinen Besuchern Spass zuzusehen und die Technik selbst zu probieren, was dann wiederum mir Freude macht.“

Im Laufe der Jahre hat sich Odon nicht nur einen Namen mit seinen Werken machen, sondern sich auch wirtschaftlich erheblich verbessern können. Er fertigt Gemälde mit afrikanischen Motiven, seien es Stilleben, wilde Tiere, Landschaften oder Township-Szenen.

Ebenso fertigt Odon auf Wunsch individuelle Werke nach Ihren Vorgaben.

Artist Mgadi making 3d painting out of recycled trash

3D Township-Bilder von Mgadi

Sithembele Mgadi hat im Jahr 2000 an einem künstlerischen Ausbildungsprojekt teilgenommen. Dort lernte er unter anderem Farben zu mischen und zu zeichnen.

Nach der Ausbildung fehlte es ihm an Geld um Material des Zeichenbedarfs zu kaufen. So kam Mgadi auf die Idee Werkstoffe zu recyceln. Nach anfänglichen Versuchen mit diversen Materialien perfektionierte er seine mittlerweile bekannten und oft nachgemachten 3D-Bilder.

Aus Pappe, Holz, Papier, Getränkedosen und anderen Materialien fertigt er unterschiedliche Townshipmotive in dreidimensionaler Form, ebenso wie Motive des traditionellen ländlichen Lebens. Seine Werke sind inzwischen nicht nur in seiner Werkstatt im Kunstmarkt von Khayelitsha erhältlich, er arbeitet auch individuell nach den Wünschen und Maß-Vorgaben seiner Kunden.

Artists Golden displaying his Tincan flowers

Blumen aus recycelten Dosen von Golden

Anfang der 90er Jahre kamen Golden und seine Frau und ihren kleinen Kindern in die Townships von Kapstadt, wie so viele andere Arbeitssuchende aus den ländlichen Gegenden auch. Er sprach kein Englisch, zählte zu dem grossen Heer von über 65% Arbeitslosen in den Townships und ernährte sich und seine Familie notdürftig vom Sammeln wiederverwertbarer Abfälle. Doch er hatte einen stets wiederkehrenden Traum von Blumen. Eines Tages hatte er die Eingebung, aus gesammelten Getränkedosen Blumen zu machen.

Golden begann, aus den Dosen Margeriten zu basteln. Nach einiger Übung gelang es ihm, diese auch zu verkaufen. Nach und nach verbesserte er seine Technik, erweiterte die Blumenarten und fertigt heute neben Margeriten auch Rosen, Lilien, Mohnblumen, Proteen und Strelitzien aus alten Dosen.

Er bindet die Kinder der Nachbarschaft ein, die ihm leere Dosen gegen eine kleine Bezahlung bringen. Auch seine Kinder helfen ihm bei der Arbeit und bemalen seine fertigen Blumen von Hand. Heute sichert seine Arbeit das Einkommen der Familie und die Ausbildung seiner Kinder.

Mosaic flooring in Langa

Mosaike und Mosaik-Spiegel von Sandi

Sandi Mdekazi hat im Jahr 2000 nach seinem Schulabschluss an einer Ausbildung in einem künstlerischen Projekt teilgenommen. Dort hat er gelernt, wie Mosaike aus Keramik, Fliesen und Spiegel gemacht werden können.

Schnell hat er eigene Ideen entwickelt und bekam erste Aufträge auch für grössere Mosaik-Arbeiten, die heute die Fassaden von verschiedensten Township-Projekten zieren.

Auch die Mosaik-Empfangstheke im Roten Kreuz Kinderkrankenhaus von Kapstadt hat Sandi gestaltet. Im Jahr 2008 gewann er den ersten Preis eines Kunstwettbewerbes

Neben seinen grossflächigen Arbeiten fertigt Sandi in seiner Werkstatt im Township Langa auch kleinformatige Mosaike und Mosaik-Spiegel, die sich einfach transportieren und aufhängen lassen.